Notentwaste 2019

Wir freuen uns, euch hier vom erfolgreichen #Notentwaste Sommer zu berichten. Die Organisationen Kune Aid, Be Aware And Share, Verein Fair, Stand Up For Refugees (alle zusammen gehören zum Dachverband der freiwilligen humanitären Hilfe Schweiz „Dahumas“) haben in diesem Sommer 2019 an vier Openairs unzählige liegen gebliebene Mätteli, Zelte und Blachen gesammelt. Vielleicht habt ihr im einen oder anderen Medienbericht oder über die Social Media Profile der Organisationen oder #notentwaste davon erfahren… Weiter unten findet ihr die Links zu den Beiträgen. In diesem Beitrag berichten die jeweiligen Openairverantwortlichen von #notentwaste über ihre Erfahrungen.

P.S. Du willst dich engagieren? Dann melde dich bei uns!

Runde 1 Gurtenfestival

Nach dem ersten Treffen mit den Gurtenfestival-Leuten waren wir uns nicht ganz sicher, ob es #notentwaste überhaupt auf dem Berner Heimberg braucht. Gemeinsam haben wir uns jedenfalls auf einen „light“-Ansatz geeinigt – so haben wir ausschliesslich am Sonntagmorgen Zelte in der Sleeping-Zone gesammelt. Mit einem kleinen Team von knapp 10 Leuten haben wir uns frühmorgens auf den Weg auf den Gurten gemacht, beim Ausgang der Sleeping-Zone unseren kleinen Stand aufgestellt und uns auf einen intensiven Tag eingestellt.
Wir waren total positiv überrascht, wie es in der Sleeping Zone aussah – keine Spur von Müllbergen und verwüsteten Zelten. Ebenso hat die grosse Mehrheit der Besucher vorbildhaft seine sieben Sachen zusammengeräumt und mit nach Hause genommen. Dementsprechend klein war auch unsere „Ausbeute“. Wir haben rund 15 Zelte und wenige Schlafsäcke und Mätteli zusammengeräumt bzw. gespendet bekommen. Wir sind komplett zufrieden mit diesem Resultat. Es war schön zu sehen, dass es möglich ist, ein Open-Air auch ohne grosse Materialverschwendung in der Sleeping-Zone zu organisieren. Unsere Komplimente dafür ans Gurtenfestival – dies könnte vielen anderen Organisatoren als gutes Vorbild dienen.

Matthias und Lilian

Runde 2 #notentwaste ist in Graubünden angekommen! – Openair Lumnezia

Es war das erste Mal für #notentwaste am Openair Lumnezia. Direkt beim Eingang durften wir die Festivalbesucher*innen abfangen, anquatschen und sie mit unseren Stempeln für uns gewinnen. «Schwörsch, dass du am Endi vom Festival ALL dis züüg wieder mitnimsch und nüt lahsch la lige – oder das es üs abgisch?» – «i schwörä!» – und dann gab’s einen fetten Stempel auf den Oberschenkel, auf die Wange, auf den Rücken oder den Arm. So, dass sich das richtig «einbrennt» und sie sich auch noch am Sonntag morgen mit üblem Kater daranhalten würden.
Für #notentwaste waren acht freiwillige Helferinnen voll im Einsatz. Gar nicht so ganz ohne, immer präsent zu sein, die Leute zu überzeugen etwas zu tun, dass sie vorher vielleicht anders gemacht hätten. Grundsätzlich kamen wir sehr gut an. Am Sonntag sprachen wir mit Robert, dem Chef des Entsorgungsunternehmens, welches schon jahrelang am Sonntagmittag nach dem Festival 50 Leute aufs Gelände schickt und alles Zurückgelassene an Campingmaterialien und Abfall zusammenräumt. Robert, der mit seinem geschulten und erfahrenen Auge übers Gelände schaute, sagte mit lobenden Worten, dass er dieses Jahr tatsächlich weniger Zelte auf dem Gelände sieht – das ist ein Kompliment!
Hier also die Fakten: Wir sammelten insgesamt 100 Zelte, 230 Planen, 15 Schlafsäcke und 20 Matten. Leider regnete es in Strömen. Das Material war nass und schwer. Wir mussten am nächsten Tag Leute zusammentrudeln, damit wir in der grossen Halle und auf der Schützenmatte in Bern das gesammelte Material putzen und trocknen konnten. Das war ein Krampf. Alles in allem hat es sich aber gelohnt. Wir danken allen Beteiligten: Openair Lumnezia, REFY, Verein Fair, SUFR, Tankstelle Nidau, Grosse Halle, Platzkultur, BAAS, KUNE und DAHUMAS.

Lisa und Angelina

Runde 3 #notentwaste 2019 – Openair Gampel

Wir machten uns mit Sack und Pack auf ans OpenAir Gampel. Der weitgezogene, noch leere Campingplatz war eindrücklich. In wenigen Stunden würden massenhaft Festivalbesucher*innen hineinströmen. Über 100’000 Personen wurden für die kommenden vier Tage erwartet. Wir richteten uns am Eingang des Geländes ein, um gleich mit den Leuten in Kontakt zu treten und sie auf das Anliegen von #notentwaste aufmerksam zu machen.
Mit viel Elan und mit Hilfe unseres Schwur-Stempels und dem Motto „hei näh oder üs gäh.“, sprachen wir ab dem frühen Donnerstagmorgen bis und mit Sonntagmittag vorbeiziehende Festivalbesucher*innen an und erhielten von ihnen grösstenteils volle Zustimmung für ein sauberes und nachhaltiges Festival. Die Körperstempel gaben uns die Möglichkeit, unsere Botschaft aufgrund des Wiedererkennungswerts auch auf dem Festivalgelände zu verbreiten. Es wurde ein regelrechter Hit und viele Leute kamen am nächsten Tag wieder vorbei und wollten den Stempel erneuert haben.
Zusätzlich nutzten wir fleissig Social Media, wie Facebook und insbesondere Instagram. Wie letztes Jahr am Gampel Openair berichteten verschiedene Medien über unser freiwilliges Projekt.

Unser Einsatz war ein voller Erfolg! Mit der Hilfe von 14 weiteren Freiwilligen, die am Sonntag ankamen, sowie der Unterstützung von 30 Asylsuchenden (gestellt vom Openair Gampel) sammelten wir insgesamt 130 Zelte, 525 Blachen, 20 Schlafsäcke und 60 Schlafmatten. Das sind tiefere Zahlen als letztes Jahr. Daraus schliessen wir, dass unsere Sensibilisierungsarbeit Früchte trug!

Wir schafften es glücklicherweise alles rechtzeitig in die Transporter zu verpacken, bevor ein starker Gewittersturm über Gampel ausbrach. Das gesamte Material wird ausschliesslich obdachlosen Menschen in Not zu Gute kommen. Folgt uns auf Social Media und erfährt mehr. Wir danken allen Freiwilligen für ihren tollen Einsatz und natürlich auch einen grossen Dank an das Openair Gampel für die gute Zusammenarbeit. Bis nächstes Jahr, Gampel!

Rilana und Thea

Saubere Hip Hoper*innen am Royal Arena Festival

#notentwaste ist ein durchstrukturiertes Projekt. Ja man könnte nach dem zweiten Jahr fast sagen, dass jeder Handgriff sitzt. Weil unvorhersehbares meist spannender ist, sagten wir dem Royal Arena fünf Tage vor Start des Festivals zu.

Die meisten Mitglieder von #notentwaste informierten und sammelten Materialien am Openair Gampel zusammen. Es lohnt sich, schliesslich bietet das Openair im Wallis rund 8’000 Feierwütigen Platz zum Campen. Zur selben Zeit hauen sich am Royal Arena immerhin 4’500 Besucher*innen zwischen den Acts gestandenen Hip Hop Grössen aufs Ohr.

Während die Besucher*innen des Royal Arena Openairs am Sonntag aus dem Campingbereich torkelten, trauten wir schier unseren Augen nicht: Die meisten Besucher*innen hinterliessen den Campingplatz vorbildlich. Zurückgelassen wurde vor allem Pavillons und volle und leere Bierdosen.

Drei Stunden später war der Tag für uns vorbei. Wir schlossen die Türen des Fahrzeuges und verliessen das Gelände mit 40 Zelten, 30 Pavillon-Blachen, 10 Mätteli und 5 Schlafsäcken.

Die Besuchenden hinterliessen nicht viel Müll. Das System der Betreiber*innen ist einfach: Besucher*innen geben beim Ausgang einen Müllsack ab und kassieren dafür 20 Franken. Eigentlich vorbildlich, doch leider landen so viele Zelte, Campingstühle und weitere brauchbare Materialien im Abfall.

Spontan ist gut – geplant erreichen wir jedoch mehr Menschen. Dennoch hat sich der kurzfristige Einsatz gelohnt.

Jessica

 

Beiträge

Im Folgenden die Beiträge zum Festvialsommer 2019 und #notentwaste zum Nachschauen oder Nachhören:

Gurtenfestival, Telebärn: https://www.telebaern.tv/telebaern-news/gurtenfestival-was-passiert-mit-verlassenen-zelten-135297196

Openair Lumnezia, Aftermovie RTR, ca. ab 09.30: https://www.rtr.ch/play/tv/redirect/detail/2584f9f2-fad6-4152-9a67-854c78e20d9a

Openair Gampel, Tagesinfo Kanal 9, ca. ab 09.20: https://kanal9.ch/tagesinfo-vom-16-08-2019/

 

Eine kurze Zusammenfassung der Zahlen:

Gurtenfestival: 15 Zelte und ein paar wenige Schlafmatten und Schlafsäcke
Openair Lumnezia: 103 Zelte, 228 Blachen, 20 Schlafmatten und 15 Schlafsäcke
Openair Gampel: 130 Zelte, 525 Blachen, 60 Schlafmatten, 20 Schlafsäcke
Royal Arena: 40 Zelte, 30 Blachen., 10 Schlafmatten und 5 Schlafsäcke

Gesamthaft wurden damit 288 Zelte, 783 Blachen, 90+ Schlafmatten und 40+ Schlafsäcke gesammelt! Wir bedanken uns bei allen, die ihre Siebensachen wieder nach Hause genommen oder sie bei uns am Stand abgegeben haben und ganz speziell auch bei allen Helfern, ohne euch wäre das nicht möglich!

Wir freuen uns, dass die Campingmaterialien nun Leuten zur Verfügung gestellt werden, die sie wirklich brauchen können, statt einfach im Müll zu landen. Wir hoffen auch, dass (wie beim Gampel) unsere Sensibilisierungsarbeit Früchte trägt und wir Jahr für Jahr sauberere Zeltplätze vorfinden werden.

Bis nächstes Jahr, liebe Festivals – wir werden wieder da sein 🙂

*** Lauf mit uns gemeinsam für Menschen auf der Flucht ***

Wie im Jahr 2018 veranstalten wir, Be Aware And Share – BAAS und KUNE auch am GP Bern 2019 einen Sponsorenlauf, durch den Geld für verschiedene Projekte der beiden Organisationen gesammelt wird. Du kannst als BotschaferIn teilnehmen und so die Durchführung dieser wichtigen Projekte unterstützen.

Wie es funktioniert?

1. Melde dich für einen der Läufe am GP Bern an: gpbern.ch
2. Melde dich bei uns bis am 31. März unter folgendem Link an: https://goo.gl/forms/jClR6lBGdJ3wddSw1
3. Du erhältst von uns einen Spendenbogen und hast bis zum GP Zeit, deine eigenen Sponsoren zu suchen, die für deine gelaufene Strecke Geld spenden.
4. Als Dankeschön für deinen wertvollen Einsatz, erhältst du am Lauftag ein Team-Shirt, in dem wir gemeinsam für Menschen auf der Flucht laufen.

Sei mit dabei – Kinder, Männer und Frauen aus allen Nationen – alle sind willkommen!

Für Fragen kontaktiere uns via Privatnachricht oder sende sie direkt an eine der folgenden E-Mail-Adressen:

Rilana: info@kuneaid.org
Andreas: andreas@baas-schweiz.ch

Erfahre mehr über unsere Hilfsorganisationen auf unseren Webseiten:

www.baas-schweiz.ch
www.kuneaid.org

HerzBox – Benefiz-Anlass am 22. März 2019

Marit Neukomm vom Verein Volunteers for Humanity wurde 2016 von der Aargauer Bevölkerung zur Aargauerin des Jahres gewählt. Der Verein hat sich unter anderem darauf spezialisiert, medizinische Güter in Kriegsgebiete zu senden.
Der Transport dieser Güter – konkret das Verpacken in die Container (oder eben «HerzBoxen») sowie die Verschiffung der Container – ist mit hohen Fixkosten verbunden. Für den Verein sind diese Fixkosten der kritische Faktor in der Hilfstätigkeit und bilden den Hauptteil der finanziellen Aufwendungen.
Nach der Award-Verleihung 2016 blieb der Kontakt zwischen Marit Neukomm und Judith Wernli (SRF 3), die in der Award-Jury sitzt, bestehen. So entstand die Idee, Geld für den Container-Transport zu sammeln. «HerzBox» war geboren und steht auf zwei Pfeilern:
Spende einer HerzBox für CHF 3‘500.-
Benefiz-Anlass am 22. März 2019 im Nordportal Baden
Die Initiantinnen Marit Neukomm und Judith Wernli haben ein ehrenamtlich arbeitendes Projektteam zusammengestellt, welches die Sammelaktion organisiert. Unterstützt wird die Sammelaktion von der Neuen Aargauer Bank und dem Nordportal Baden, sodass die Einnahmen wirklich für die HerzBoxen verwendet werden können.

Diese Künstler/innen zeigen Herz und werden dich einen unvergesslichen Abend erleben lassen:
♥ Adrian Stern
♥ Baldrian
♥ Lina Button
♥ Sandra Rippstein
♥ Šuma Čovjek
♥ Überraschungsgäste
Hilf auch du mit, indem du ein Ticket kaufst und all deine Freunde motivierst, sich ebenfalls zu engagieren. Judith Wernli (SRF 3) wird euch durch den Abend führen. Folge uns auf unseren Social Media Kanälen und erfahre dort mehr über den Benefizanlass.

Datum: 22. März 2019
Zeit: ab 20 Uhr
Ort: Nordportal Baden
Tickets sind für 40.- bei Starticket erhältlich
Der Erlös aus Tickets, Getränken und Spenden kommt vollumfänglich dem Projekt zu Gute.
Kontakt: herzbox@volunteersforhumanity.ch

Kleidersammlung für Menschen auf der Flucht

Liebe Freunde!
Die kalte Jahreszeit hat begonnen, doch leider haben nicht alle Menschen das Glück, an der Wärme zu sein. Am Samstag, 26.1.2019 sammeln wir in der Lorraine Bern von 13:00 – 16:00 Uhr.
Folgende Dinge werden DRINGEND gebraucht:

– Jacken
– Pullover
– T-Shirts
– Hosen
– Gutes Schuhwerk (Frauen: ohne Absatz!)
– Mützen, Schals und Handschuhe
– Schlafsäcke

Bringt diese Sachen zum Innenhof vom Wartsaal Kaffee und Bar an der Lorrainestrasse 15 in Bern.

Wir freuen uns auf euch!

Geldspenden:
Wir werden ein Kässeli aufstellen und nehmen gerne Geldspenden entgegen, womit wir die Transporte finanzieren.
(Hinweis: Der Transport von 1 Kilogramm Kleider kostet ungefähr 1 CHF.)

Sachspenden, die nicht benötigt werden oder defekt sind, können wir aus organisatorischen und hygienischen Bedingungen nicht annehmen.

Dies ist eine Aktion von Everyday, just a smile, Be Aware And Share – BAAS und KUNE

Publikumpreis des Youngcaritas Award für das Projekt #notentwaste

Das Projekt #notentwaste ist Gewinner des Publikumpreises des Youngcaritas Award. Der Youngcaitas Award zeichnet soziales Engagement junger Menschen aus, egal ob Ein-Personen Projekte oder übergreifende Aktionen.

Das Projekt #notentwaste wurde innerhalb von wenigen Monaten dieses Jahres organisiert. Verschiedene Vereine des Dachverbands (Be aware and share, Kune aid, Verein Fair, Stand Up For Refugees, Rastplatz, Refy, Basel hilft mit und SAO) haben sich zusammengeschlossen um ein Ziel zu verfolgen, nachhaltig Spendengüter für Menschen in Not zu sammeln. Dadurch das viele Vereine bereits in der humanitären Hilfe aktiv waren, hat man sich überlegt, wie man nachhaltig Spenden generieren kann. Die akute Nothilfe ist sehr wichtig. Diese nachhaltig zu gestalten ist jedoch nicht immer einfach. Wenn durch verschiedene Sammelaktionen und Spendentage nicht genügend Material zusammenkommt, ist es naheliegend dass man benötigte Güter wie Zelte, Isomatten, Abdeckplanen etc. noch zusätzlich kauft.

Jedes Jahr aufs Neue machen die Müllberge nach den Musikfestivals Schlagzeilen. Tonnenweise Material bleibt liegen und wird oftmals nach 3 Tagen nicht mehr gebraucht. Diese funktionierenden, immer noch wertvollen Materialien wollte man nicht einfach auf den Müll wandern sehen, sondern diese an Orte bringen wo sie dringend und gerne weiterbenützt werden. So entstand die Idee zum Projekt #notentwaste.

Durch die Ressourcenteilung und die gute Vernetzung der verschiedenen Mitgliedervereine des Dachverbandes, konnte innerhalb von kurzer Zeit ein tolles Projekt realisiert und am Openair Gampel das erste Mal durchgeführt werden. 250 Zelte, 100 Isoliermatten, 80 Schlafsäcke, 850 Abdeckplanen von Pavillons und weiteres Material konnte in wenigen Tagen gesammelt werden. Total waren die freiwilligen Helfer 5 Tage im Einsatz an denen sie Informationen abgegeben und die Besucher sensibilisiert haben, Güter gesammelt und entgegengenommen, sowie alles Material geputzt, verpackt und ins Lager gestellt.
Dies war nur der Ertrag eines Festivals. Man kann sich vorstellen, was alles zusammenkommen kann, wenn mehrere Festivals dem Projekt #notentwaste einen Platz geben.

Ohne Obdach durch den Winter: 500 Schlafsäcke für Paris

 

Ohne Obdach durch den Winter:
500 Schlafsäcke für Paris 
In Paris leben über Tausend Geflüchtete auf der Strasse. Für die schutzlosen Migrant*innen wird die Situation immer prekärer. Schweizer Hilfsorganisationen reisen regelmässig in die Stadt der Liebe, um humanitäre Hilfe zu leisten. Die Not ist gross und es fehlt an Allem. Nun rufen die Organisationen zu einer Spendenaktion auf. Das Ziel: 500 Schlafsäcke für obdachlose Geflüchtete.

 

Paris bedeutet für einen Grossteil der Geflüchteten Endstation. Vielen wurde das Recht auf Asyl in anderen europäischen Ländern verwehrt. Als letzten Ausweg suchen sie in der Weltmetropole Paris Schutz. In der französischen Hauptstadt angekommen erwartet sie abermals ein tristes Dasein: In Kleingruppen hausen sie entlang der Autobahn, unter Brücken oder in Parks und Hauseingängen – schutzsuchend vor dem momentan garstigen Wetter. Wer Glück hat, kommt in einem kleinen Zelt unter, dieses müssen sich mehreren Personen teilen. Wer neu ankommt oder weniger Glückt hat, muss die Nacht auf dem kalten Asphalt totschlagen – als Unterlage dient lediglich ein Stück Karton. Unter den Geflüchteten finden die Helfer*innen auch immer wieder unbegleitete Minderjährige.

Nächtliche Tour durch die Pariser Gassen

Der Winter in Paris ist trüb und kalt. Nicht selten fällt die Temperaturanzeige auch tagsüber unter Null Grad. In den Aussenquartieren der Grossstadt suchen die obdachlosen Geflüchteten Schutz vor Wetter und Polizei. Während der nächtlichen Patrouille durch die Pariser Gassen verteilen Freiwillige den Migrant*innen Zelte, Schlafsäcke, Decken, warme Kleidung und Essen. Viele gespendete Güter finden ihren Weg von der Schweiz nach Paris.

Im Verlauf der letzten Jahre verschwanden die Schlafplätze immer weiter von der Bildfläche. Die Schutzsuchenden werden von öffentlichen Plätzen vertrieben. Mit dem Platzverweis wird ihnen auch die letzte Würde geraubt. Derweil nehmen die polizeilichen Repressionen weiter zu: Zelte werden aufgeschlitzt und Menschen mittels Pfefferspray gewaltvoll aus den Zelten getrieben. «Einige belebte Plätze, an denen wir Anfang Jahr noch Essen verteilt haben, finden wir nun leer vor. Wir entdecken jedoch ständig neue Orte, welche leider weitaus unkomfortabler und vor allem gefährlich sind.», sagt Jael Schärli von der Organisation Rastplatz. Nicht selten flüchten Migrant*innen an Orte, wo Prostitution und Drogenkonsum offen ausgelebt werden. So Zum Beispiel auf den «Crack Hill», einer grossen offenen Drogenszene, die bei den Schweizer Helfer*innen Bildern vom Platzspitz hochkommen lässt.

Ein Tropfen auf dem heissen Stein

Bereits vergangenes Jahr besuchte eine Delegation von sechs Schweizer Hilfsorganisationen Paris. Während vier Wochen verteilten sie im garstigen Winter Essen und Materialspenden. Zudem konnten sie mittels Crowdfunding 500 solide Winterschuhe für Geflüchtete finanzieren.

Auch dieses Jahr soll das Leid durch eine Spende gelindert werden. Das Ziel: 500 warme Schlafsäcke. Einen warmen Schlafsack für den Winter kann vor Ort für 15 Franken kaufen werden.

 

 

Ein guter Schlafsack kann ein Leben retten! Hier können Sie spenden:  

Spendenkonto (Vermerk: 500 SLEEPING BAGS) 
 Verein Rastplatz 
 IBAN: CH5309000000607675771 
 BIC/SWIFT Code: POFICHBEXXX 

Kontakt für Rückfragen
 

Rastplatz // Region Basel und Olten
Kontakt: Jael Schärli // 076 476 89 92
www.rast-platz.ch

Basel hilft mit // Region Basel
Kontakt: Fabiola Bloch // 076 365 15 77
www.baselhilftmit.ch

Be aware and share // Region Bern
Kontakt: Heidi Baumgartner // 079 788 44 30
www.baas-schweiz.ch

Soliba // Region Aargau
Kontakt: Noemi Sberze // 079 727 93 16
www.fb.com/vereinsoliba

 

Stand up for refugees // Region Biel
Kontakt: Jessica Ladanie // 077 430 87 85
www.sufr.ch

Verein FAIR. // Region Biel 
Kontakt: Cyril Romann // info@vereinfair.ch
www.vereinfair.ch

Everyday, just a smile // Region Bern
Kontakt: Raphael Zürcher // 079 126 69 29
www.everydayjustasmile.com

One Love Switzerland // Region Zürich
Kontakt: Fabian Dingetschweiler
079 766 97 36 // www.1-love.ch

Eine Kampagne der Schweizer Organisationen

Kampagne zum Tag der Menschenrechte

Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember lanciert der «Dachverband freiwillige humanitäre Hilfe Schweiz – Dahumas» mit vier verschiedenen Fotos eine Social Media-Kampagne. Im Zentrum steht die Botschaft «Meine Menschenrechte sind auch deine Menschenrechte». Hinter dem Dachverband stehen mittlerweile 15 Hilfsorganisationen, welche mit freiwilligen Helfern seit Jahren in der humanitären Hilfe tätig sind.

Menschenrechte für alle
In der öffentlichen Diskussion stehen die Menschenrechte meist im Zusammenhang mit Minderheiten im Fokus. Dabei geht unter, dass die Menschenrechte ein umfassender Schutz für alle Menschen darstellen und selbst Kritiker der Menschenrechte durch diese Grundrechte geschützt sind, unabhängig von Herkunft, Gesinnung, Geschlecht, Vermögen oder Religion. Die Mitglieder des Dachverbands «Dahumas» sind in ihrer freiwilligen Arbeit zu Gunsten von Menschen in Not immer wieder mit Situationen konfrontiert, in welchen die Menschenrechte nicht respektiert werden. Gerade deshalb ist es uns wichtig, die breite Öffentlichkeit am 10. Dezember für dieses Thema zu sensibilisieren.

4 Motive
Am 10. Dezember werden auf Social Media vier verschiedene Fotos verbreitet, auf welchen jeweils zwei visuell unterschiedliche Menschen zu sehen sind. Beide Personen verbindet ein Schild mit dem Satz «Meine sind deine Menschenrechte». Damit wird auf einfache Weise symbolisiert, dass die Menschenrechte ausnahmslos für alle Menschen gelten und entsprechend auch uns alle angehen.

Dachverband «Dahumas»
Nach anderthalbjähriger Vorbereitung wurde im März 2018 der «Dachverband freiwillige humanitäre Hilfe Schweiz – Dahumas» von 15 schweizerischen Hilfsorganisationen gegründet. In erster Linie ist der Dachverband eine Plattform, mit welcher Ressourcen gemeinsam genutzt und damit Synergien geschaffen werden. Hilfslieferungen werden gemeinsam organisiert und koordiniert. Ein Beispiel dieser Zusammenarbeit ist das Projekt #notentwaste, welches bei Musikfestivals zurückgelassenes Material wie Zelte, Schlafsäcke und auch Kleider gesammelt und an Menschen in Not weitergegeben hat.

Das Projekt #notentwaste wird von mehreren Mitgliedsorganisation von Dahumas getragen und hat vor wenigen Tagen den Publikumspreis des «youngCaritas-Awards» erhalten.

Der Dachverband Dahumas greift zudem zentrale Themen der humanitären Hilfe auf und sensibilisiert damit sowohl die Öffentlichkeit wie auch politische Vertreterinnen und Vertreter auf wichtige Brennpunkte.

Links:

dahumas.org

facebook.com/dahumas1/

Unterwäsche ist ein Grundbedürfnis und wichtig für die Gesundheit!

Laut dem Operational Report der UNHCR haben im Jahr 2018 insgesamt 105’415 Leute auf der Flucht die Grenzen Europas passiert. Die hygienischen Bedingungen sind meist unzureichend bis katastrophal. Fehlende sanitäre Anlagen und nur unzureichende medizinische Versorgung erschweren das Leben der geflüchteten Menschen. Viele leben auf der Strasse oder in einfachen Camps und haben keine Möglichkeit ihre Kleidung zu waschen. Frische Unterwäsche trägt dazu bei, die hygienischen Bedingungen zu verbessern und den Menschen ein Stück Würde zurückzugeben.


Open Borders Caravan Bern ist ein Verein von jungen Erwachsenen aus der Region Bern, die bereit sind, ehrenamtlich ihre Zeit und Energie zur Verfügung zu stellen, um flüchtende Menschen an den Grenzen Europas und innerhalb Europas zu unterstützen. Momentan liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit auf dem Sammeln, Sortieren und Transportieren von gespendeten Kleidern. Durch unsere Arbeit wurde uns die Bedeutung von neuen Unterhosen bewusst; denn wer trägt schon gerne bereits getragene Unterhosen?
Wir verfolgen mit der Aktion Unterhose das Ziel, Unterhosen einzukaufen und diese dann den Menschen auf der Flucht direkt zu bringen. Wir achten auf ein gutes Preis – Leistungsverhältnis und eine faire Produktion liegt uns am Herzen.
Leider ist es auch diesen Winter nicht absehbar, dass sich die Lage von geflüchteten Menschen in Europa nachhaltig verbessert. Mach mit bei unserer Aktion Unterhose und setze ein Zeichen für mehr Menschlichkeit zu Weihnachten.

Hier der Shortlink zum Projekt:
http://icfy.ch/Unterhosen_Weihnachten

#notentwaste – zweites Leben für Dein Zelt

Wir alle teilen die Liebe zu Musikfestivals, aber es gibt ein Problem.

Die Auswirkungen eines Wochenendes der Sorglosigkeit bei einem Musikfestival werden regel-mässig sichtbar, wenn sich die Menschenmassen schliesslich auflösen, um eine riesige Ödnis von ausrangierten Festzelten zu enthüllen, die über die einst unberührte Umgebung verstreut sind.READ MORE